
Davos unterliegt effektiven ZSC Lions
4.12.2022, 14:08
Die ZSC Lions haben am Sonntagnachmittag die HCD-Siegesserie gestoppt. Sie siegten in Davos mit 4:1 und zeigten, weshalb sie als Meisterschaftsfavorit gehandelt werden. Raphael Prassl hatte die Bündner in der 7. Minute in Führung geschossen.
Der Klassiker zwischen dem HCD und den ZSC Lions stand diesmal unter besonderen optischen Vorzeichen. Beide Mannschaften trugen spezielle Leibchen; sie engagierten sich mit diesem Charity-Spiel zugunsten des Vereins Kinderherzforschung Schweiz. Obwohl beide Teams schon am Samstagabend eine Partie bestritten hatten, gab es zu Beginn kein vorsichtiges Abtasten. Im Gegenteil, beide legten im mit 6547 Zuschauern ausverkauften Stadion los wie die Feuerwehr. Entsprechend hoch war die Intensität. 17:13 Torschüsse bezeugten nach 20 Spielminuten den Offensivdrang. Die Davoser kreierten ihre ersten Torchancen im ersten Powerplay. Richtig heiss für ZSC-Goalie Ludovic Waeber wurde es jedoch erst kurz danach, als Valentin Nussbaumer allein auf ihn losstürmte. Wenig später münzte Raphael Prassl die anfängliche Dominanz der Platzherren in den Führungstreffer um (7.). HCD-Goalie Gilles Senn vereitelte mit seiner ersten Glanztat den Ausgleich gegen Chris Baltisberger (9.). Auch den Schuss von Garrett Roe parierte er, doch gegen den Nachschuss des freistehenden Justin Acevedo war er machtlos (16.). Vor der ersten Pause verpasste Andres Ambühl die erneute Davoser Führung gleich zweimal nur knapp.
Tempo und Intensität prägten auch den Mittelabschnitt, nun aber mit klaren spielerischen Vorteilen für die Gäste. Lukas Wallmark scheiterte vorerst mit einem Pfostenschuss (22.). Weil beide Defensivabteilungen kompakt verteidigten, wurde es mehrmals nach abgelenkten Weitschüssen gefährlich. So lenkte Nussbaumer den Puck nur knapp übers Tor (29.). Besser machte es auf der Gegenseite Chris Baltisberger nach einem Schuss von Patrick Geering, sodass Senn keine Abwehrchance hatte (31.). Zwingend herauskombiniert war hingegen der dritte Zürcher Treffer: Denis Hollenstein vollendete die Vorarbeit von Dario Truttmann und Simon Bodenmann erfolgreich (34.).
Im dritten Drittel verzeichneten die Gastgeber wieder mehr Offensivaktionen. Zu zwingenden Torchancen kamen sie jedoch gegen die gut positionierte und kompromisslos einsteigende Zürcher Defensive kaum. Positiv aus Davoser Sicht war auch in diesem Match das Penaltykilling. In den drei Unterzahlphasen hielten die Bündner auch gegen die Zürcher Löwen dicht. Den vierten Gegentreffer erhielten sie durch Juko Lammikko 27 Sekunden vor Spielende, nachdem Torhüter Senn einem sechsten Feldspieler Platz gemacht hatte. Kurz zuvor hatte auf der Gegenseite Geering für den bereits geschlagenen Waeber auf der Torlinie nach einem Schuss von Matej Stranksky den Davoser Anschusstreffer verhindert.
Für den HCD gibt es nun in kurzes Durchatmen. Die nächsten Meisterschaftspartien folgen erst am kommenden Wochenende. Dann gastieren sie am Samstagabend beim Schweizer Meister EV Zug. Und am Sonntagabend um 20 Uhr (!) folgt das Heimspiel gegen Fribourg-Gottéron.
Quelle: HCD-Onlineredaktion Foto: Maurice Parrée