
Der HCD scheidet aus - auf bittere Art
30.12.2024, 23:01
Das ist bitter: Der HCD ist als Titelverteidiger am Sonntagabend trotz eines starken Auftritts am 96. Spengler Cup ausgeschieden. Fribourg-Gottéron drehte die Partie mit drei Treffern im Schlussdrittel und siegte schliesslich 4:2.
Nach zwei spielfreien Tagen ausgeruht, schlugen die Freiburger sofort ein hohes Tempo ein. Und sie nutzen gleich ihre erste Powerplay-Möglichkeit. Elf Sekunden vor Ablauf der Zweiminutenstrafe gegen Calle Andersson verwertete Linden Vej ein Zuspiel von Lucas Wallmark unhaltbar. Die Davoser bekundeten in der Anfangsphase Mühe, gegen die früh störenden Freiburger ins Spiel zu kommen. In der 17. Minute verzeichneten sie erst ihren dritten Schuss. Doch dieser sass: Der tschechische Weltmeister Matej Stransky bezwang Fribourg-Goalie Reto Berra nach einem Pass von Simon Ryfors mit einem weltmeisterlichen Handgelenkschuss. Bis zu diesem Zeitpunkt war auf der Gegenseite Sandro Aeschlimann bereits acht mal geprüft worden. Mit einem Big Save hatte er gegen Raphael Diaz einen Zwei-Tore-Rückstand verhindert. 36,8 Sekunden vor der zweiten Pause kam es für die Platzherren noch besser. Da traf Yannick Frehner mit dem fünften Davoser Schuss aufs gegnerische Tor nach Vorarbeit seiner Linienpartner Adam Tambellini und Enzo Corvi zum 2:1.
Im Mittelabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Platzherren fielen mit fleissiger Laufarbeit auf. Andres Ambühl und Andersson verpassten weitere Treffer. In der Defensive verteidigten sich die Davoser mit entschlossenem Abwehrverhalten im Kollektiv. Zudem strahlte Aeschlimann bei den wenigen sehr guten Freiburger Abschlussversuchen Ruhe und Sicherheit aus. Machtlos war der HCD-Goalie im dritten Drittel, als die Gäste die Partie drehten. Beim Ausgleich stand erneut Vej und wieder im Powerplay goldrichtig am weiten Pfosten nach einem Pass von Marcus Sörensen. Und beim Siegtreffer verwertete Christoph Bertschy einen idealen Querpass von Samuel Walser (56.). Die Davoser hatten es zuvor auch mit Pech verpasst, in Überzahl Kapital zu schlagen. Das definitive Aus des Titelverteidigers besiegelte Jacob De La Rose 85 Sekunden vor Spielende mit einem Treffer ins leere Davoser Tor.
Mit der Halbfinal-Niederlage hat der HCD die Titelverteidigung verpasst. Dennoch deutete er im Vergleich zu den letzten Partien vor Weihnachten wieder einen klaren Aufwärtstrend an. Er brachte wieder mehr Schwung in seine Angriffsaktionen und kreierte auch wieder mehr vielversprechende Torchancen. Seine nächste Meisterschaftspartie bestreitet Davos am Freitagabend. Um 19.45 Uhr empfängt der HCD den HC Ajoie. Fehlen wird bei den Bündnern Flip Zadina. Der Tscheche fällt wegen einer Oberkörperverletzung, die er am Sonntag gegen Kärpät Oulu erlitt, rund vier Wochen aus.
Text: HCD Onlineredaktion Foto: Keystone