
Der HCD schlägt im richtigen Moment zu
27.12.2024, 23:26
Der HC Davos holte am Freitagabend seinen ersten Sieg beim diesjährigen. Sie besiegten die Debütanten aus Deutschland, die Straubing Tigers mit 5:0, nachdem diese das erste Drittel dominiert hatten. Ihr hohes Tempo konnten sie aber nicht über 60 Minuten aufrechterhalten.
HCD-Headcoach Josh Holden reagierte auf die 2:6-Niederlage gegen das Team Canada mit Umstellungen in seinen Formationen. Enzo Corvi stürmte neu zusammen mit Yannick Frehner sowie Adam Tambellini. Und Matej Stransky, Simon Ryfors und Brendan Lemieux bildeten ein komplettes Ausländertrio. Die Platzherren starteten gefällig. Mit der ersten Strafe der Partie gegen Chris Egli änderte sich allerdings das Geschehen deutlich. Die Straubing Tigers übernahmen das Spieldiktat. Mit viel Tempo führten sie ihre Angriffe aus. Und mit einem bissigen Forechecking sorgten sie dafür, dass der HCD gar nicht erst mit Schwung seine Offensive lancieren konnte. Oft stand Luca Hollenstein im Mittelpunkt. Der HCD-Goalie sorgte mit diversen Paraden dafür, dass es nach dem ersten Drittel noch 0:0 stand. Das Schussverhältnis lautete zu diesem Zeitpunkt 16:8 zugunsten der Deutschen. Die auffälligsten Davoser Offensivaktionen hatten Filip Zadina (17.) mit einer Einzelaktion und Julius Honka unmittelbar vor der ersten Pausensirene mit einem Weitschuss aus guter Position.
Der Druck der Tigers hielt auch im zweiten Drittel an, erneut begünstigt durch einen Davoser Ausschluss, diesmal gegen Tambellini. Hollenstein musste fünf weitere Schüsse parieren, bis auch Straubings Torhüter Zane McIntyre nach vier Minuten seinen ersten Big Save gegen Theodor Lennström auspacken musste. Und dann kam sie endlich, die erste HCD-Druckphase während einer Strafe gegen Joshua Samanski. Calle Andersson nutzte sie in diesem ersten Davoser Powerplay mit einem platzieren Weitschuss zum 1:0. Special Teams prägten auch den weiteren Verlauf des Mitteldrittels in einer Partie, die immer gehässiger wurde. McIntyre blockierte einen Schuss von Tino Kessler auf der Torlinie. Dann sah Andersson von der Kühlbox aus während vier Minuten ein erfolgreiches HCD-Penaltykilling, aber auch, wie Philip Samuelsson Zadina in die Bande knallte und dafür nur eine Zweiminutenstrafe kassierte.
Nicht weniger als acht kleine Strafen hatten das ruppige Mitteldrittel geprägt, weitere Treffer gab es in den Special Teams jedoch nicht. Die Vorentscheidung fiel in der 47. Minute, als Adam Tambellini einen idealen Querpass von Yannick Frehner zum 2:0 verwertete. Damit war die Luft bei den Tigers draussen. Sie büssten nun für ihr enorm hohes Anfangstempo und die Intensität, die sie zuvor eingeschlagen hatten. Nun schlugen die Platzherren gnadenlos zu. Tino Kessler, Frehner und Brendan Lemieux mit seinem ersten Treffer in den HCD-Farben überhaupt schraubten das Skore zu einem 5:0-Kantersieg hoch, der indes wirklich nicht dem gesamten Spielgeschehen entsprach. Entscheidenden Anteil am Davoser Sieg hatte Luca Hollenstein. Der Goalie parierte in seinem allerersten Spengler Cup-Spiel alle 35 Straubinger Abschlussversuche, die auf sein Tor kamen – mehrere mit absoluten Glanzparaden.
Der HCD nutzt den spielfreien Samstag zur Erholung.
Text: HCD-Onlineredaktion Foto: Keystone