Die lange Reise in den Westen

19.10.2022, 11:46

Am Samstag in Lausanne (19.45h) und am späten Sonntagabend in Genf (20.00h), für die HCD-Spieler und den -Staff steht eine lange Tour in die Westschweiz an. Am Samstagmittag verlässt der Mannschaftscar Davos und es wird wohl beinahe hell sein, wenn er am Montagmorgen wieder vor dem Eisstadion vorfährt. 

Lausanne und Genf beendeten die letzte Saison nur knapp nicht in den Top 6. Nach der Qualifikation standen sie, obwohl sie gleich viele Punkte wie Biel und Davos erspielt hatten (aber entweder mehr Partien oder das schlechtere Torverhältnis aufwiesen) aufgrund des Punkte/Spiel-Quotienten auf Platz 7 und 8 und mussten in die Pre-Playoff. 
Für diese Saison waren sich die Experten einig, dass beide Teams enormes Potential haben, ihre letztjährige Qualifikation zu toppen. Gezeigt hat dies bisher allerdings nur Servette. 

Beim Lausanne HC scheint die einzige Konstante die Inkonstante zu sein. Klare Siege gegen Zug (6:1) oder Ajoie (6:2) wechseln sich ab mit ebenso klaren Niederlagen (z.B. vs. ZSC 1:5, Rapperswil 0:4 oder Bern 0:3). Dazu verloren die Lions vom Genfersee doch eher überraschend in Langnau und gaben auch gegen Kloten einen Punkt ab. Diese Leistungsschwankungen kommen nicht gänzlich unerwartet. Allgemein rechnete man damit, dass Lausanne weiterhin eine unberechenbare Mannschaft sein wird. An einem guten Abend können sie jeden Gegner vom Eis fegen, an einem schlechten aber auch gegen jeden Gegner verlieren.
 
Ganz anders präsentiert sich der Genève-Servette HC. Die Star-Truppe um Tömmernes, Vatanen, Filppula, Hartikainen, Winnik und Omark gewann bisher 30 Punkte aus 13 Partien und steht damit unangefochten an der Tabellenspitze. Genf hat am meisten Tore geschossen, am zweitwenigsten kassiert und eigentlich in dieser Saison noch keinen schlechten Abend eingezogen. Die einzige Niederlage nach 60 Minuten kassierten die Grenats gegen den EHC Biel in der zweiten Meisterschaftsrunde. Und auch in diesem Duell stand das Resultat bis zuletzt auf Messers Schneide. Zu Hause gab die Truppe von Jan Cadieux gar erst einen Punkt ab. Und zwar beim Seasonopener gegen … Davos. Tatsache ist, dass unsere Mannschaft nicht nur vor gut fünf Wochen gegen Servette, sondern einen Tag später auch gegen Lausanne erst im Penaltyschiessen verloren hat. Man weiss also auf Davoser Seite, dass in beiden Partien an diesem Weekend alles möglich sein wird. Zumal auf dieser West-Tour bis zu drei Comebacks von zuletzt verletzungsbedingt abwesenden Stammspielern erwartet werden. 
Wie immer sind beide Partien im TV oder Stream live auf MySports zu sehen, das Sonntagsspiel aus Genf auch als «Spiel der Woche» im Free-TV auf TV24.

Quelle: HCD-Onlineredaktion   Bild: Maurice Parrée