Die Meisterprüfung bestanden

27.9.2022, 22:30

Mit einem starken Auftritt, dem bislang besten in dieser Saison, hat der HCD am Dienstagabend den amtierenden Schweizer Meister EV Zug mit 5:3 bezwungen. Die Basis zum Sieg legten die Davoser im Mittelabschnitt, als sie aus einem 1:2-Rückstand einen 4:2-Vorsprung machten.

Mit Schweizer Meister Zug traf der HCD auf einen ganz anderen Gegner als beim 7:0-Sieg am letzten Freitag gegen Aufsteiger Kloten. Die Zuger hielten das Tempo der Davoser mit, und sie störten die Platzherren früh und konsequent schon bei deren Angriffsauslösung. Das zahlte sich für die Gäste aus. Bereits in der vierten Minute tauchte Peter Cehlarik allein vor Sandro Aeschlimann auf, und der Slowake, 2019 als bester Stürmer an der WM ausgezeichnet, liess dem HCD-Torhüter keine Abwehrchance. Die Davoser reagierten rasch. Im ersten Powerplay schloss Joakim Nordström mit seinem ersten Meisterschaftsor in Blaugelb eine Bilderbuchkombination von Enzo Corvi über Valentin Nussbaumer erfolgreich mit dem Ausgleichstreffer ab (6.). Die Freude war allerdings von kurzer Dauer. Nur 18 Sekunden später konterten die Zuger den zu weit aufgerückten dritten Davoser Block lehrbuchmässig aus. Dario Simion brauchte den Puck nach einem Querpass von Jan Kovar nur noch ins leere Davoser Tor zu schieben. In der Folge erspielten sich die zielstrebig aufspielenden Bündner gute Abschlussmöglichkeiten. Raphael Prassl (12.), Julian Schmutz (13.) und Nordström (20.) scheiterten jedoch an EVZ-Keeper Leonardo Genoni.
Im Mittelabschnitt zeigten die Davoser ihre bislang beste Leistung in dieser Saison. Sie spielten wie aus einem Guss und brachten mit fleissiger Laufarbeit sowie schnellen und genauen Puckstafetten die Zuger Defensive verschiedentlich in Nöte. Die positive Folge waren drei Tore, und zweimal verhinderte der Pfosten weitere Treffer. Nach einem Fehler von Zug-Verteidiger Dominik Schlumpf markierte der erst 22-jährige Nussbaumer bei seinem Solovorstoss souverän das 2:2 (22.). Knapp zehn Minuten später traf er nur die Torumrandung. Wenige Sekunden später hämmerte Magnus Nygren den Puck nach einem Pass von Corvi in bekannter Manier unhaltbar in die Netzmaschen (32.). Dann sah Michael Fora den Puck vom Pfosten abprallen (33.). Im zweiten Davoser Powerplay klappte es dann aber wieder. Dennis Rasmussen behauptete sich im Slot und schoss 65 Sekunden vor der zweiten Pause zum 4:2 ein.

Mit viel Kampfgeist und Spieldisziplin verteidigten die Davoser ihren Vorsprung im Schlussdrittel recht sicher. In den wenigen heiklen Momenten war auf Torhüter Aeschlimann Verlass. Nur für ein paar Sekunden kam doch noch Spannung auf, als die Zuger ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzten und Fabrice Herzog 108 Sekunden vor Spielende auf 3:4 verkürzte. Nur 20 Sekunden später machte Chris Egli mit einem Empty Netter alles klar.

Nach der Partie gegen den Meister trifft der HCD auf die beiden Tabellenletzten. Spaziergänge darf er allerdings weder am Freitag auswärts gegen die SCL Tigers noch am Samstagabend (19.45 Uhr) im Heimspiel gegen Ajoie erwarten. Die Langnauer sind immer bissig. Und Ajoie zählt in dieser Saison bislang zu den positivsten Überraschungen.

Text: HCD-Onlineredaktion  Bild: Maurice Parrée