
Dritter Sieg innert vier Tagen
25.10.2022, 22:20
Der HCD hat auch sein drittes Spiel innert vier Tagen gewonnen. Am Dienstagabend besiegte er zuhause den HC Ambri-Piotta dank einer kampfbetonten, disziplinierten Leistung mit 3:1. Das siegbringende 2:1 erzielte Enzo Corvi 70 Sekunden vor Spielende. Marc Wieser hatte die Davoser in Führung gebracht, Matej Stransky sorgte fürs Schlussresultat.
Spannung ist beim HCD in jüngster Zeit schon vor dem Anpfiff garantiert – bereits beim Blick auf die Aufstellung. Wer ist neu verletzt? Wer kehrt aufs Eis zurück? So lauten die zwei häufigsten Fragen. Für den Ambri-Match gab es nach dem verrückten Servette-Spiel wenigstens keine neuen Ausfälle. Aber es kehrte auch keiner der Verletzten ins Team zurück. Weiterhin fehlten folglich mit Michael Fora, Leon Bristedt, Dennis Rasmussen, Chris Egli, Yannick Frehner, Valentin Nussbaumer und Gilles Senn sieben Stammspieler, unter ihnen fünf Stürmer. Erstmals in dieser Saison kam der 21-jährige Nino Russo in der vierten Linie zum Einsatz; bisher hatte der Davoser bei den Ticino Rockets gespielt.
Ohne langes Abtasten legten beide Mannschaften in hohem Tempo mit viel Offensivdrang los. Nach einer Minute knallte Simon Knak den Puck haarscharf am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite klärte HCD-Goalie Sandro Aeschlimann mirakulös gegen Dario Bürgler (4.). Dann passte es: Marc Wieser erwischte Ambris Torhüter Janne Juvonen aus spitzem Winkel. Die Vorarbeit hatten Andres Ambühl und Sven Jung geleistet. Für Marc Wieser war es bereits der sechste Treffer und zehnte Skorerpunkt in der laufenden Meisterschaft. Genau so viele Skorerpunkte hatte der Flügelstürmer letzte Saison am Ende der Qualifikation totalisiert! Das schnelle Hin und Her hielt auch im weiteren Verlauf des Startdrittels an, was sich in 9:11 Torschüssen ausdrückte. Die disziplinierte Arbeit in beiden Defensivabteilungen sowie starke Torhüter verhinderten aber vorerst weitere Treffer.
In der ersten Hälfte des Mitteldrittels strebten die Gäste den Ausgleich so druckvoll an, dass die Davoser Mühe bekundeten, sich aus der eigenen Abwehrzone zu lösen. Die Platzherren überstanden aber selbst ihre erste Boxplay-Phase schadlos. Dann liessen sie sich jedoch bei einem gegnerischen Konter erwischen. Der freistehende Inti Pestoni liess Aeschlimann keine Abwehrchance (34.). Kurz danach verpasste HCD-Topskorer Matej Stransky die erneue Führung. Handkehrum brauchte es Big Saves von Aeschlimann, damit die Teams mit einem 1:1 in die zweite Pause gehen konnten.
Bange Momente hatten die Davoser zu Beginn des dritten Drittels zu überstehen, als die Tessiner während 64 Sekunden in doppelter Überzahl agierten. Näher kamen jedoch die Bündner in ihrem nächsten Powerplay einem Treffer. Wieser traf jedoch nur den Pfosten (45.). Zwei Minuten später landete auch ein Schuss von Klas Dahlbeck an der Torumrandung. Kurz danach verhinderte Juvonen bei einem Penalty von Enzo Corvi auf mirakulöse Art die Davoser Führung. 70 Sekunden vor Spielende klappte es aber doch noch. Joakim Nordström grub den Puck an der Bande aus und spielte einen präzisen Querpass, den Corvi mit seinem ersten Treffer in dieser Saison zum 2:1 nutzte. Das 3:1-Schlussresultat besiegelte HCD-Topskorer Stransky25,6 Sekunden vor der Sirene, indem er ins leere Ambri-Tor traf.
Nach den letzten drei Partien innert 72 Stunden erhält der HCD jetzt wenigstens ein bisschen Zeit zum Verschnaufen. Die Davoser setzen ihr Meisterschaftspensum „erst“ am Samstagabend mit einem weiteren Heimspiel fort. Dann gastiert mit den ZSC Lions ein schwerer Brocken im Eisstadion Davos. Die Zürcher gehören zu den am meisten genannten Titelkandidaten.
Quelle: HCD-Onlineredaktion Foto: Maurice Parrée