HCD erstmals nach 60 Minuten geschlagen

7.10.2022, 22:30

Der HCD hat am Freitagabend gegen Fribourg-Gottéron zu Hause mit 2:3 verloren. Nach einer schwächeren ersten Spielhälfte und einem 0:2-Rückstand brachten Julian Schmutz und Raphael Prassl mit ihren Toren die Davoser nochmals zurück ins Spiel. 72 Sekunden vor Spielende versetzte Killian Mottet den Bündnern jedoch den K.-o.-Schlag.

Fribourg-Gottéron trat gut vorbereitet und ausgeruht an. Nach dem am Mittwochabend mit 1:0 gewonnenen Champions-League-Spiel in Salzburg reisten die Freiburger am Donnerstag direkt nach Davos, wo sie am Abend ein Training absolvierten und übernachteten. Die Davoser kamen im Startdrittel überhaupt nicht auf Touren. Gerade mal drei Schüsse brachten sie in den ersten 20 Spielminuten auf das Tor von Reto Berra. Heikel wurde es für Fribourg-Goalie Reto Berra nur einmal, als er von Matej Stransky geprüft wurde (15.). Wesentlich mehr im Mittelpunkt stand sein Gegenüber Gilles Senn, der erstmals in dieser Meisterschaft das HCD-Tor hütete. Beim 0:1 lenkte nach einem Flatterschuss von Killian Mottet zunächst Dennis Rasmussen und dann Julien Sprunger den Puck entscheidend ab (9.). Die HCD-Defensive wirkte ungewohnt fahrig und wenig entschlossen. Das krasseste Beispiel lieferte Chris Egli, als er unbedrängt einen Gegner vor dem eigenen Tor anspielte. Ohne mehrere starke Paraden von Senn wären die Platzherren früh vielleicht schon entscheidend in Rückstand geraten. 3:12 (!) lautete das Schussverhältnis nach dem Startdrittel.

Im Mittelabschnitt traten die Davoser dann konzentrierter auf. Sven Jung (22.) und Rasmussen (29.) verpassten jedoch die besten Chancen zum Ausgleich. Bereits in der 25. Minute ging für Thomas Wellinger nach einem nicht geahndeten gegnerischen Ellbogencheck die Partie mit Verdacht auf Hirnerschütterung zu Ende. Yannick Frehner war verletzungsbedingt bereits vorher zum zweiten Drittel nicht mehr angetreten. Ein Fehler von Simon Knak ermöglichte den Gästen den zweiten Treffer. Der junge Flügelstürmer liess sich von Jacob de la Rose den Puck abluchsen. Der schwedische Weltmeister von 2018 und mit der Erfahrung von 249 NHL-Partien zog allein Richtung Senn und verwertete seine Chance sicher (32.). 39 Sekunden vor der zweiten Pause brachte Julian Schmutz den Davosern die Hoffnungen doch noch zurück. Er stürmte unmittelbar nach einem Boxplay allein auf Berra los und bezwang den Freiburger Schlussmann im zweiten Anlauf.

Spannung, Emotionen und nicht gepfiffene Fouls prägten auch im dritten Drittel den Spielverlauf. Die Davoser waren weiter leicht spielbestimmend. Bei der für lange Zeit einzigen Chance klärte jedoch ein Freiburger Feldspieler nach einem Schuss von Andres Ambühl auf der Linie. Dann kam der Ausgleich doch noch. Raphael Prassl dribbelte sich durch die gegnerische Abwehr und bezwang Berra zum 2:2 (57.). Es passte jedoch zur Vorstellung des HCD an diesem Abend, dass er sich nicht in die Verlängerung retten konnte. Nach einer unglücklichen Abwehraktion stand Mottet allein vor dem Davoser Tor, und er traf 72 Sekunden vor Ablauf des dritten Drittels zum entscheidenden 2:3. So verlor der HCD im achten Meisterschaftsspiel erstmals in dieser Saison nach 60 Spielminuten.

Für den HCD folgen nun gleich drei Auswärtsspiele. Am Samstagabend gastiert der in Lugano. Am nächsten Dienstag folgt die Reise zum letzten Champions-League-Gruppenspiel in den Nordosten Tschechiens nach Trinec und am Freitag steht der Gang zu den Rapperswil-Jona Lakers auf dem Programm. Sein nächstes Heimspiel bestreitet der HCD am 15. Oktober gegen den SC Bern.

Text: HCD-Onlineredaktion  Bild: Maurice Parrée