"Mir wei nid jammere, eifach me Gas gä"

31.10.2022, 09:30

Die Sorgenfalten und die aufgezwungene nötige Kreativität beim Lineup werden für die Trainercrew um Christian Wohlwend einfach nicht weniger. Nachdem Senn und Nussbaumer am Samstag, bzw. am Sonntag nach überstandenen Verletzungen in das Kader zurückkamen, fielen mit Russo am Samstag und Jung am Sonntag bereits wieder zwei neue Spieler aus. Somit wird Davos voraussichtlich auch beim Meister in Zug auf zwei Verteidiger (Fora, Jung) und fünf Stürmer (Rasmussen, Frehner, Egli, Russo, Bristedt) verzichten müssen. 
«Das bietet zwar», wie Vorzeigekämpfer Julian Schmutz richtigerweise nach dem Spiel in Kloten in die TV-Kamera sagte, «Chancen für andere Spieler mehr Eiszeit zu bekommen», ist aber langfristig doch ein grösseres Problem. Auch wenn Prospects wie Minder, Hammerer und Russo so tatsächlich zu unerwartet viel Eiszeit kommen, und ihre Sache auch gut machen, ist es für die Qualität des Spiels sicher nicht förderlich, wenn Verteidiger wie Barandun oder Minder notgedrungen als Stürmer auflaufen. Und es ist halt doch so, dass die Leistungsträger in dieser Situation über Massen forciert werden. Auch weil es in den entscheidenden Spielsituationen nicht fair wäre, die «Angewöhnungszeit» der jungen Spieler abzukürzen und ihnen mehr Verantwortung zu geben, als ihnen guttun würde.
So muss wie zuletzt in Genf, Lausanne und gegen Ambri alles zusammenpassen, wenn man am Dienstag mit der aktuellen Mannschaft beim Meister punkten will. Aber eben, in Lausanne, Genf und gegen Ambri gelang dies unserer Mannschaft, warum also nicht auch in Zug?

«Mir wei nid jammere», sagte Schmutz auch noch im TV-Interview und fügte an «eifach me Gas gä».

Quelle: HCD-Onlineredaktion  Foto: Maurice Parrée