Tief und Tiefer in den Westen

16.10.2022, 22:25

Der HCD beginnt am Dienstag eine dreiteilige Reise Richtung Westen. Zuerst in Biel, und dann am Wochenende in Lausanne und Genf, stehen die Spielstätten der nächsten drei Meisterschaftspartien. Neben vielen Stunden im Car warten auch drei taffe Gegner auf die Bündner.
Gegner Nummer 1 dieser West-Tour ist der EHC Biel, ein Wolf im Schafspelz. Währendem andere Teams dank spektakulären Siegesserien, Trainerentlassungen oder Transfers von NHL-Spielern im medialen Fokus stehen, machen die Seeländer still und leise ihr Ding, holen Punkt um Punkt und haben sich nun ganz weit oben in der Tabelle festgesetzt. So wurde unter anderem bereits der Meister aus Zug oder der Leader aus Genf bezwungen. Mit 22 Punkten aus 11 Partien stehen die Bieler seit Sonntagabend und dem Sieg gegen Ambri auf Platz 2, zwei Punkte vor dem HCD. 
Von der Truppe von Antti Törmänen finden sich nur wenige Spieler besonders weit oben in den aktuellen NL-Statistiken. Weder ihr neuer finnischer Goalie Harri Säteri, der den Langzeitverletzten Joren van Pottelberghe ersetzt, noch Namen wie Rajala, Haas oder Olofsson. Einzig Jere Sallinen, der in der NL-Skorerliste zurzeit auf Platz 4 steht, sticht da heraus. Und mit Tino Kessler trug bis am letzten Samstag ein in Davos bestens bekannter Spieler das Bieler Topscorer-Shirt, einer der bisher in seiner Karriere kaum als besonders fleissiger Punktesammler aufgefallen ist. 22 Punkte in 55 Partien erzielte der gebürtige Prättigauer in der letzten Saison, notabene seiner bisher produktivsten. Nun hat er nach 11 Partien ebenso viele Punkte auf seinem Konto und ist sicher enorm motiviert, dieses gegen den HCD weiter zu erhöhen. 
Davos hingegen kann trotz den beiden Overtime-, bzw. Penaltyniederlagen am Wochenende mit der Gewissheit nach Biel reisen, dass man mit den eigenen Qualitäten gegen jeden Gegner bestehen kann. Und mit etwas Glück liegt auch wieder mal ein Sieg nach 60 Minuten drin.

Quelle: HCD-Onlineredaktion  Foto: Maurice Parrée