
Zu spätes Aufbäumen in Fribourg
18.11.2022, 22:30
Dem HCD ist die Fortsetzung der Meisterschaft nach der Nati-Pause missglückt. Er verlor am Freitagabend auswärts gegen Fribourg-Gottéron mit 1:4. Die Freiburger zogen im Mitteldrittel, als die Davoser völlig von der Rolle waren, entscheidend mit 3:0 davon.
Beim HCD gibt es in dieser Saison kaum ein Spiel ohne neue Nachrichten von der Personalfront. Magnus Nygren machte die Reise von Davos nach Freiburg aus familiären Gründen nicht mit. So bleibt es dabei, dass der HCD letztmals am 8. Oktober (beim 3:2-Sieg in Lugano) in einem Meisterschaftsspiel gleichzeitig mit all seinen sechs Ausländern antreten konnte. Weil gegen Gottéron weiterhin auch die beiden Stammverteidiger Dominik Egli und Thomas Wellinger fehlten, blieb die Davoser Verteidigung knapp besetzt. Im Vergleich zum Champions-League-Heimspiel gegen Tappara Tampere vom Dienstag gab es sonst nur eine Änderung: Turnusgemäss kam im HCD-Tor Sandro Aeschlimann zum Einsatz.
Der HCD prägte die Anfangsphase der Partie. Gleich zwei Mal verpasste Andres Ambühl den Führungstreffer. Erst brachte er bei einem Solovorstoss beim Abschluss den Puck nicht optimal unter Kontrolle (3.). Danach brachte er den Puck nach einem Einzelgang von Matej Stransky nicht an Fribourg-Goalie Connor Hughes vorbei (5.). Erst zu Mitte des Startdrittels schafften die Platzherren ihre erste Druckphase. Sie scheiterten aber spätestens an Aeschlimann, so wie auf der Gegenseite auch Hughes Endstation der Davoser Angriffe war. Nach 20 Spielminuten dokumentierte das Torschussverhältnis von 10:8 die zielstrebigen Angriffsbemühungen beider Mannschaften.
Im Mitteldrittel vermochten die Davoser nur noch bis zum ersten Gegentreffer das Spielgeschehen ausgeglichen zu gestalten. In der 26. Minute schoss der vorgeprellte Verteidiger Ryan Gunderson die Platzherren in Führung. Sie betrieben in der Folge ein intensives Forechecking. Den Bündnern gelang es nicht mehr, sich geordnet aus der eigenen Zone zu lösen. Eine erste Penaltykilling-Phase überstanden die Davoser noch schadlos. Doch dann konnte Raphael Diaz nach einem Querpass von Julien Sprunger freistehend den Vorsprung erhöhen (36.). Und für die Gäste kam es noch schlimmer. 30 Sekunden vor der zweiten Pause erzielte Marcus Sörensen mittels Penalty das 3:0. Wie sehr das Team von Christian Wohlwend in seinem schlechten Mittelabschnitt untendurch musste, kam mit 19:5 Torschüssen zugunsten der Freiburger krass zum Ausdruck.
Der HCD-Headcoach fand in der zweiten Pause wohl die richtigen Worte. Denn im dritten Drittel traten die Davoser einiges energischer auf. Stranskys Treffer – sein elfter in dieser Meisterschaft – nach glänzender Vorarbeit von Joakim Nordstörm war in der 49. Minute ein zu geringer Lohn für die Gäste. In der gleichen Unterzahlphase verpassten danach sowohl Klas Dahlbeck als auch Julian Schmutz den Anschlusstreffer. Die Bündner gingen nun verständlicherweise Risiken ein. Prompt sorgte Nathan Marchon bei einem Konter für den Freiburger 4:1-Sieg.
Der HCD kehrte nach dem Match in Freiburg nicht wie gewohnt nach Hause zurück. Die Mannschaft wird in Zürich übernachten, wo am Samstagabend um 19.45 Uhr in der neuen Swiss Life Arena gegen die ZSC Lions das nächste Meisterschaftsspiel gegen die ZSC Lions ansteht.
Quelle: HCD-Onlineredaktion Foto: Sandro Stutz