Zwei Auswärtspartien, die es in sich haben

16.11.2022, 09:59

Nach der knappen Niederlage im CHL-Spiel gegen Tappara stehen dem HCD am Wochenende in der Meisterschaft mit dem HC Fribourg-Gottéron und den ZSC Lions zwei weitere Gradmesser gegenüber. Beide Mannschaften sind nicht nur nach Punkten/Spiel (P/GP) in der Tabelle vor den Davosern klassiert, sondern konnten jeweils auch das erste Saisonduell gegen Davos für sich entscheiden. Gleich doppelt Grund für die Bündner, mit dem wiedererstarkten Kader zwei Auswärtssiege anzupeilen.

Die Formkurve zeigt bei Fribourg-Gottéron trotz dem schwerwiegenden Ausfall ihres Stammkeepers Reto Berra Anfangs Oktober stetig aufwärts. Immerhin gewannen die Drachen sechs der letzten zehn Partien und verbesserten sich nach P/GP auf den 6. Tabellenplatz. Berra hatte am 7. Oktober in Davos seine bisher letzte Partie bestritten und seine Mannschaft zu einem knappen 2:3-Erfolg gehext. Danach fiel der Nati-Goalie durch Rückenprobleme aus. 
Doch sein Backup Connor Hughes zeigt sich bisher als ein valabler Ersatz. Der Schweiz-Kanadier steht in der NL-Goaliestatistik mit 2.09 erhaltenen Gegentoren/Partie auf Platz 2, in derjenigen der gehaltenen Schüsse mit 92.2% auf Platz 5, knapp vor Sandro Aeschlimann (6./91.9%). Es wird also auch ohne Berra eine anspruchsvolle Aufgabe, Punkte aus Fribourg zu entführen. 
Nicht weniger einfach offenbart sich die Challenge 24 Stunden später in Zürich. Die ZSC Lions sind in dieser Saison noch ungeschlagen. Zumindest im eigenen neuen Stadion. Und auch insgesamt präsentiert sich die Tabellenlage der Zürcher ansprechend. Obwohl die Lions immer mal wieder unerwartete und von den Medien ausführlich kommentierte Niederlagen kassieren, stehen sie mit 1.88 P/GP auf Tabellenplatz 3. Und wie bereits erwähnt, verloren hat der Meisterschaftsmitfavorit bisher nur auswärts. Der HCD kann also am Samstag in der Swiss Life Arena als erstes siegreiches Gastteam ein kleines Stückchen Schweizer Hockeygeschichte schreiben. Viel wichtiger wird den HCD-Cracks aber die Revanche auf die 0:5-Heimniederlage vom 29. Oktober sein.

Quelle: HCD-Onlineredaktion  Foto: Maurice Parrée